Gemeinschaft und Gottesdienst

Gemeinschaft ist ein unabdingbares Element christlichen Lebens, das schon im frühen Christentum die ersten Gemeinden prägte. Bis heute ist die Gemeinde das Zentrum kirchlichen Lebens. Umso mehr gilt es, diese Gemeinschaft auch mit denen zu pflegen, sie mitten hineinzunehmen und am Gemeindeleben teilhaben zu lassen, die mit körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen leben.

Die Maxime "Inklusion: Immer. Alle. Überall." gilt auch für die Gottesdienste. Sowohl an den wöchentlichen Gemeindegottesdiensten, an den Jugend- und Kindergottesdiensten sowie an den kirchlichen Unterrichten sollen Menschen jeden Alters mit Behinderungen teilhaben können.

 

Wortverkündigung - eine Herausforderung

In den Gottesdiensten und bei den Segenshandlungen steht die Wortverkündigung im Mittelpunkt. Der Anspruch aus dem Gedanken der Inklusion, alle in ihren unterschiedlichen Fähigkeiten im Gottesdienst zu erreichen, bedeutet eine große Herausforderung. Daher sollten die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Gottesdienstgestaltung wie Gebärden und Einfache Sprache umfassend ausgeschöpft werden.

Ergänzende Gottesdienstangebote

Daneben können spezielle Gottesdienstangebote die inklusive Seelsorge ergänzen. So werden regelmäßig besondere Gottesdienste mit Gebärdenunterstützung für Hörgeschädigte angeboten. Zeitweise gab es in Gottesdienste in Einfacher Sprache mit visueller Unterstützung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen.

Zentrale Gottesdienste für Familien mit Angehörigen mit Behinderungen und Hörgeschädigte ergänzen das Angebot.

Diese Gottesdienste werden von vielen als Bereicherung und Stärkung empfunden und können der Begegnung und dem Austausch dienen. Sie sind jedoch kein Ersatz für das Bemühen um inklusive Seelsorge in allen Gottesdiensten.